theaterkompass.de
Zentrale Daten- und Informationsplattform für Theater, Produktionen, Spielpläne, Künstler, Kritiken und Kulturinstitutionen im deutschsprachigen Raum.
Im Best-Case-Szenario sind über 500 zahlende Institutionen, mehr als 1 Mio. EUR ARR und ein Exit im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich erreichbar.
Markt
Problem
Die Theater- und Kulturlandschaft verfügt bislang über keine zentrale, strukturierte Informationsplattform. Informationen liegen verteilt auf Webseiten einzelner Theater, Verbände, Ticketanbieter, Presseportale und lokale Kulturportale. Für Nutzer, Institutionen, Medien und öffentliche Stellen fehlt ein einheitlicher Ort für Produktionen, Spielpläne, Künstler, Kritiken und historische Archive.
Zielgruppe
- Kulturinstitutionen: Theater, Opernhäuser, freie Bühnen, Festivals und Verbände mit Bedarf an Sichtbarkeit, strukturierten Profilen und Spielplanverbreitung.
- Öffentliche und kommerzielle Partner: Städte, Kulturämter, Tourismusplattformen, Ticketanbieter und Medien, die strukturierte Kulturdaten benötigen.
- Kulturinteressierte Nutzer: Besucher, Journalisten, Kritiker und Theaterfans, die Veranstaltungen, Produktionen, Künstler und Kritiken an einem Ort finden möchten.
Marktgröße
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| TAM | Gesamter Kultur- und Veranstaltungsmarkt im deutschsprachigen Raum mit Millionen Theater- und Kulturbesuchern pro Jahr. |
| SAM | Über 800 Theater und Opernhäuser, tausende freie Bühnen, Festivals, Kulturregionen und öffentliche Einrichtungen in DACH. |
| SOM 24 Monate | 200+ zahlende Institutionen, 50.000+ aktive Nutzer sowie erste Ticket-, Daten- und Kulturpartner. |
| Langfristiges Potenzial | Über 500 zahlende Institutionen, API- und White-Label-Umsätze sowie Ausbau zu einer zentralen Kulturdatenplattform für den deutschsprachigen Raum. |
Wachstum
- Digitalisierung der Kulturlandschaft erhöht den Bedarf an zentralen, strukturierten Datenquellen.
- Theater und Kulturinstitutionen benötigen bessere Sichtbarkeit, Datenpflege und digitale Reichweite.
- KI-gestützte Datenanreicherung macht die Strukturierung großer Kulturarchive heute wirtschaftlich realistisch.
- Ticketanbieter, Städte, Tourismusplattformen und Medien benötigen verlässliche Veranstaltungs- und Produktionsdaten.
Wirtschaftlichkeit
Investmentüberblick
| Status | Seit über 20 Jahren online, Domain aktiv, über 40.000 redaktionelle Beiträge vorhanden. |
|---|---|
| Investmentbedarf | 550.000 EUR |
| Break-even | ab ca. 50 zahlenden Institutionen plus Ticketprovisionen; skalierter Break-even in ca. 18–24 Monaten. |
| ARR-Potenzial | >1 Mio. EUR inklusive Premiumprofilen, Ticketvermittlung, API-Lizenzen und White-Label-Angeboten. |
| Exit-Potenzial | 5–15 Mio. EUR bei erfolgreichem Aufbau als relevante Kulturdatenplattform. |
| Zielgruppe | Theater, Kulturinstitutionen, Städte, Ticketanbieter, Medien und Kulturinteressierte. |
Umsatzszenarien
| Szenario | Institutionen | ARR |
|---|---|---|
| Konservativ | 50 | 120.000 EUR |
| Realistisch | 200 | 400.000 EUR |
| Optimistisch | 500 | 900.000 EUR |
Ticketprovisionen, API-Lizenzen, White-Label-Umsätze und Fördermittel sind in diesen Szenarien nur teilweise oder nicht berücksichtigt.
Investmentverwendung
| Bereich | Betrag | Anteil |
|---|---|---|
| Redaktion und Betrieb | 325.000 EUR | 59 % |
| Entwicklung und Plattformausbau | 100.000 EUR | 18 % |
| Marketing und Partnerschaften | 35.000 EUR | 6 % |
| Infrastruktur und Betrieb | 15.000 EUR | 3 % |
| Fördermittel- und Geschäftsentwicklung | 25.000 EUR | 5 % |
| Reserve | 50.000 EUR | 9 % |
Geschäftsmodell
Wiederkehrende Umsätze über Premiumprofile für Institutionen plus Ticketvermittlung, Kulturdaten-API, White-Label-Angebote und perspektivisch Fördermittel. Die Plattform nutzt vorhandene Inhalte, Suchmaschinenhistorie und redaktionelle Glaubwürdigkeit als Startvorteil.
| Premiumprofile | 150–250 EUR/Monat je Institution, abhängig von Sichtbarkeit, Medienumfang, Spielplanfunktionen und Support. |
|---|---|
| Ticketvermittlung | Provisionen und Affiliate-Einnahmen über bestehende Ticketanbieter; später optional eigener Ticketverkauf. |
| Kulturdaten / API | Lizenzmodell oder API-Abonnement für Städte, Tourismusplattformen, Medien, Kulturportale und Veranstaltungsdienste. |
| White-Label | Eigene Kulturportale für Städte, Verbände und Kulturregionen auf Basis der Theaterkompass-Daten. |
Kostenstruktur
| Bereich | Monatlich |
|---|---|
| Redaktion und Community-Betrieb | ca. 13.000–15.000 EUR |
| Infrastruktur | 500–1.500 EUR |
| Marketing und Partnerschaften | nutzungs- und kampagnenabhängig |
Die zentralen Kosten entstehen nicht durch technische Skalierung, sondern durch Datenqualität, Redaktion, Partnermanagement und Institutionen-Onboarding. Technisch basiert das Projekt auf einer bestehenden Plattform; der Entwicklungsaufwand liegt im Ausbau von Datenmodell, Premiumfunktionen, API und Automatisierung.
Kennzahlen je Einheit (Annahmen)
Die Wirtschaftlichkeit basiert auf wiederkehrenden institutionellen Umsätzen statt reiner Reichweitenwerbung. Ziel ist ein planbares B2B-Modell mit Premiumprofilen, Datenlizenzen und langfristigen Partnerschaften.
| Kennzahl | Zielwert |
|---|---|
| Umsatz pro Institution (ARPA) | ~150–200 EUR/Monat |
| Kundenakquisitionskosten (CAC) | <700 EUR |
| Monatlicher Churn | <3 % |
| Kundenwert (LTV) | >5.000 EUR |
| LTV:CAC | >7:1 |
Unternehmenswert-/Exit-Szenarien
Im Best-Case-Szenario sind über 500 zahlende Institutionen, mehr als 1 Mio. EUR ARR inklusive Zusatzumsätzen und ein Unternehmenswert im Bereich 5–15 Mio. EUR erreichbar. Der Werttreiber ist die Kombination aus etablierter Domain, vorhandenem Kulturarchiv, wiederkehrenden Institutionenumsätzen, Datenqualität und strategischer Relevanz für Ticketanbieter, Medien, Kulturkonzerne oder öffentliche Plattformbetreiber.
Umsetzung
Technische Umsetzung
Theaterkompass ist bereits seit über 20 Jahren online und verfügt über mehr als 40.000 redaktionelle Beiträge. Für die Skalierung wird die Plattform konsequent als strukturierte Kulturdatenplattform betrieben: Inhaltserfassung, KI-gestützte Datenanreicherung, redaktionelle Kontrolle, Institutionenprofile, API und Ausspielung an Nutzer, Partner und Suchmaschinen. Dadurch entsteht kein reines Magazin, sondern ein wiederverwendbarer Datenbestand für Theater, Produktionen, Spielstätten, Künstler und Aufführungen.
Fahrplan
- Monat 1-6: Redaktionsteam aufbauen, Datenmodell schärfen, Premiumprofile starten, erste Institutionen anbinden.
- Monat 7-12: Ticketintegration, Kulturfinder, Spielplanfunktionen, API-Ausbau und erste Datenpartner.
- Monat 13-18: White-Label-Angebote, Fördermittelakquise, 100+ zahlende Institutionen und Ausbau der Partnerstruktur.
- Monat 19-24: Skalierung, internationale Vorbereitung, Automatisierung der Datenpflege und Gewinnschwelle.
Investmentbedarf
550.000 EUR für Redaktion und Betrieb, Entwicklung und Plattformausbau, Infrastruktur, Kulturpartnerschaften, Fördermittel- und Geschäftsentwicklung sowie Reserve.
Risiken
- Kulturinstitutionen digitalisieren langsam; Vertriebs- und Entscheidungszyklen können länger sein als in klassischen SaaS-Märkten.
- Große Ticketanbieter oder Kulturportale könnten eigene Datenplattformen aufbauen.
- Abhängigkeit von redaktioneller Qualität, Datenpflege und kontinuierlicher Aktualisierung.
- Kulturförderung und öffentliche Budgets können politischen und wirtschaftlichen Schwankungen unterliegen.
- Datenqualität muss konsequent gesichert werden, damit KI-gestützte Anreicherung nicht zu fehlerhaften Profilen oder Spielplandaten führt.